WHAT IS THINKING?
Psycholinguistics


Let chaos storm! 
Let cloud shapes swarm! 
I wait for form. 
Robert Frost


KURS MATERIAL
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PSYCHO-LINGUISTIK
Material für Kurs Sommer 2006

COGNITION

Laura E. Weed
The Structure of Thinking
A Process-Oriented Account of the Mind

Imprint Academic 2003
Weed1
We believe that the cognitive sciences have reached a situation in which they have been frozen into one narrow form by the machine metaphor. There is a need to thaw that form and move from a reductionist, atemporal, disembodied, static, rationalist, emotion and culture-free view, to fundamentally richer understandings that include the primacy of action, intention, emotion, culture, realtime constraints, real-world opportunities, and the peculiarities of living bodies.

THE BRAIN -

The brain is a machine assembled not to understand itself, but to survive.

(E.O. Wilson, 1998)


KOGNITION

NEUROLINGUISTIK

CONSCIOUSNESS - BEWUSSTSEIN

INFORMATION - INFORMATION PHYSICS

COGNITION

INTELLIGENCE

INTENTIONALIY

EVOLUTION

MIND

THEORY of MIND

SYSTEMTHEORIE:

Glossar Niklas Luhmann
System-Theorie

Peter Fuchs
Die Psyche
Studien zur Innenwelt der Aussenwelt der Innenwelt
Velbrück Wissenschaft 2005
...
Das Psychische - vorläufig genommen als ein Phänomen, das Wahrnehmung so gut wie Bewußtsein umschließt - wird in einem Innenraum angesiedelt'von dem her das Außen gesehen wird. Das Erleben im weitesten Sinne) verlässt das Innen nicht, es wird mitgenommen, wenn man „im“ Draußen den Ort wechselt, und es kann auch nicht aus dem Innen herausgenommen und in das Draußen gestellt werden.

KEYTEXTS:

Gehirn & Geist
Spektrum Magazin für Psychologie und Hirnforschung
Nr. 6/2004
MANIFEST

Michael Tomasello:
...my focus is only on the species-unique aspects of human cognition. Of course human cognition is in large measure constituted by the kinds of things that appear as chapter headings in traditional Cognitive Psychology textbooks: perception, memory, attention, categorization, and so on. But these are all cognitive processes that human beings share with other primates (Tomasello and Call, 1997; Tomasello, 1998).

Humbero Maturana:...That which we human beings call cognition is the capacity that the living system exhibits of operating in dynamic structural congruence with the medium in which it exists. It does not matter if the living system observed is an insect or a human being. We may ask ourselves whether the knowledge that the living system exhibits is learned or instinctive, but our assessment is the same: namely, if we see a living system behaving according to what we consider is adequate behaviour in the circumstances in which we observe it, we claim that it knows. Humberto Maturana

Niklas Luhmann: Die moderne Physik läft es allenfalls noch zu, Kognition als Spezialfall von Veränderungen in den Beziehungen elektromagnetischer Felder zu beschreiben. So könnte man eventuell die Frage beantworten, wie die Welt es ermöglicht, sich selbst zu beobachten. Aber von da aus gibt es keinen Zugang zur Phänomenologie der Welt. Neurophysiologische Forschungen beschreiben das Gehirn als operativ geschlossenes System, und die Frage, wie man dann trotzdem zur Vorstellung einer Außenwelt kommen kann, stellt sich für Tiere und für Menschen gleichermaßen. Die Antwort kann nur über den Begriff der sinnlichen Wahrnehmung gegeben werden, der damit allen reflexiven Prozessen vor-, wenn nicht übergeordnet wird. Wahrnehmung leistet (auf immer noch rätselhafte Weise) die Externalisierung von Resultaten neurophysiologischer Prozesse - bei höheren Tierarten ebenso wie beim Menschen. (luhmann_ges120)

Wolf Singer
Der Beobachter im Gehirn

Essays zu Hirnforschung
Suhrkamp 2002
pg 34f
Die neuropsychologischen Befunde und vor allem die entwicklungsbiologischen Erkenntnisse belegen eindrucksvoll, daß mentale Funktionen aufs engste mit der Funktion der Nervennetze verbunden sind. Lässt sich doch bei der Erforschung der Hirnentwicklung Schritt für Schritt nachvollziehen, wie aus der Aggregation einfacher Grundbausteine der Materie zunehmend komplexere Strukturen entstehen und wie der jeweils erreichte Komplexitätsgrad des Systems mit der Komplexität der je erbrachten Leistung zusammenhängt. Die Entwicklung von Gehirnen stellt sich als stetig und im Rahmen der bekannten Naturgesetze erklärbar dar.

Laura E. Weed
The Structure of Thinking
A Process-Oriented Account of the Mind

Imprint Academic 2003

Gerhard Roth
Das Gehirn und seine Wirklichkeit
Kognitive Neurobiologie
Suhrkamp 1997


Peter Bentley:
Unlike natural evolution, which operates in the physical universe of atoms, molecules, chemicals and physical laws, language evolution operates in a different medium. Our language is involved in the conceptual universe made up of brains, books, speech and writing. Bentley38

We may say that thinking is essentially the activity of operating with signs.
Ludwig Wittgenstein


Gerald Edelmann...a memory is not a representation; it is a reflection of how the brain has changed its dynamics in a way that allows the repetition of a performance.
Gerald M.Edelmann
A Universe of Consciousness

Basic 2000, pg 94

Berhard Poerksen
Die Gewissheit der Ungewissheit
VON FOERSTER: Aus meiner Sicht sind Gegenstände eher die senso­motorische Erfahrung eines Menschen, der bemerkt, dass er nicht überall hingreifen kann, dass ihm also plötzlich etwas - ein Gegen­stand - entgegenstand. Die Begrenzung des Verhaltens generiert das Objekt. Und in dem Moment, in dem ich mich genügend geübt und dieses Entgegenstehen immer wieder erfahren habe und sich eine Stabilität der Begrenzung entwickelt hat, gebe ich dieser Sensomotorik, die meine Geschicklichkeit und Kompetenz repräsentiert, einen Namen, benenne also das Objekt als eine Tasse oder eine Brille oder als einen Bernhard Pörksen. Das heißt: Was ich als Brille oder Tasse tituliere, ist, genau besehen, ein Symbol für die Kompetenz meines Nervensystems, Stabilitäten zu erzeugen, Invarianten zu errechnen.

Berhard Poerksen
Die Gewissheit der Ungewissheit
Gespräche zum Konstruktivismus
Carl Auer Verlag 2002


Robin Dunbar
The Human Story
A new history of mankind's Evolution
faber and faber 2004
pg 43
The Art of Mind-reading
At this point, I need to introduce a technical term. Some decades ago, philosophers interested in the nature of minds coined the term 'intentionality' to refer to the kinds of mental states that we have when we are conscious of holding some kind of belief, desire or intention. The term refers collectively to mind-states like knowing, believing, thinking, wanting, desiring, hoping, intending, etc. It refers to the state of being aware of the contents of your own mind. Intentionality can be conceived of as a hierarchically organised series of belief-states. cf. intentionality


Humberto Maturana
Cybernetics And Human Knowing - vol11, no2, 12-30: the phenomenon of cognition
Maturana shifts the notion of traditional objective reality back into the domain of descriptions in language, which as a whole, comprise what he now calls the domain of interobjectivity (Maturana, 2000) or of shared objects or entities (Maturana, 2002). This can be said to be a renewed view of objectivity based on our human biology of cognition, replacing the traditional view of objectivity
.

Sprachgeschichte

Kognitionsforschung

ALTMAN
Christopher Altman
Silicon-Based Consciousness

Merlin Donald
Origins of the Modern Mind
Harvard University Press. 1991

GERALD EDELMANN 

THE UNIVERSE OF CONSCIOUSNESS
How Matter becomes Imagination
Basic 2000

Kauffman Stuart 

INVESTIGATIONS 
Oxford University Press  2000
 
Laszlo Erwin

Das menschliche Bewusstsein: Evolution und Weiterentwicklung 
(in: Peter Walde, Pier Luigi Luisi 
Vom Ursprung des Universums zur Evolution des Geistes, 
vdf Hochschulverlag ETH 2001) 

Luisi Pier Luigi
Peter Walde, Pier Luigi Luisi (Hrsg.) 
Vom Ursprung des Universums zu Evolution des Geistes 

Roth Gerhard 
Fühlen, Denken, Handeln 
Wie das Gehirn unser Verhalten steuert 
Suhrkamp 2001 

Rust Alois
Selbst und Welt
Peter Walde, Pier Luigi Luisi (Hrsg.) 
Vom Ursprung des Universums zu Evolution des Geistes 
Vdf Hochschulverlag ETH Zurich 2001 

SINGER Wolf 
Das falsche Rot der Rose 
DER SPIEGEL  1.1.2001
Singer: Wahrnehmung ist immer die Folge eines erwartungs-gesteuerten Suchprozesses. Bestes Beispiel ist unser Sehsystem- Das Auge bewegt sich ständig auf der Suche nach etwas Interessantem. Die erste aktive Leistung, die ich hier vollbracht habe, war, unter all den Dingen in diesem Zimmer meine Aufmerksamkeit auf die Kröte zu lenken, mich darauf zu konzentrieren, das Objekt vom Hintergrund abzugrenzen und nach irgendwelchen sinnvollen Beziehungen zu suchen. Dabei habe ich sicher viele Hypothesen aufgestellt, bestimmte Beziehungen gegenüber anderen bevorzugt und dafür gesorgt, dass jene Neuronengruppen abgefragt werden, die Signale entsprechend meinen Erwartungen ausgesendet haben.
SPIEGEL: Trotzdem bilden wir uns ein, dass die objektive Wahrheit über die Welt in uns eindringt. Davon, dass wir uns diese Wahrheit zuvor selbst im Kopf zusammensetzen, kriegen wir nichts mit. Gaukelt unser Gehirn uns also etwas vor?
Singer: Wir tun sehr vieles aus Motiven, die uns nicht bewusst werden. Denn vieles von dem, was verarbeitet wird und nicht ins Bewusstsein gelangt, ist natürlich trotzdem wichtig für das Handeln. Deshalb erfinden wir häufig nachträglich Motive für etwas, was wir getan haben. Wahrscheinlich eine Folge der begrenzten Kapazität unseres Bewusstseins.


Mark Ward
VIRTUAL ORGANISMS
Pan Books 1999
pg 146


JAMES R. HURDORD
Language Evolution
Edited by Morten H. Christiansen Simon Kirby
Oxford University Press 2003
The Language Mosaic and its Evolution
James R. Hurford
Keywords: Evolutionary linguistics - Linguistic facts reflect acquired states of the brains of speakers - neurogenesis - evolutionary biology - Kauffman (1993; 1995) - Maynard Smith and Szathmary - transition in evolution: increase in complexity - hierarchy of levels of analysis - Ontogenetic plasticity - psychological and social correlates of language - cultural transmission - pre-adaptation - symbolic capacity - Human languages are largely learned systems - Imitation - Complex Concept Formation - Mental Calculation - Pre-Pragmatic Capacities - Mind-reading and manipulation - Cooperation - Elementary Symbolic Capacity - Cultural Evolution of Languages - langue and parole - grammaticalization -

NEURO-SCIENCE:

Francisco Varela
Ethical Know-How
Action,Wisdom, and Cognition
Stanford University Press 1999
pg 52
This dynamic engages all the subnetworks that give rise to the entire readiness-for-action in the next moment. It involves not just sensory interpretation and motor action but the entire gamut of cognitive expectations and emotional tonality central to the shaping of a microworld. On the basis of this dynamic one neuronal ensemble (one cognitive subnetwork) finally prevails to become the behavioral mode for the next cognitive moment, a micro-world. When I say "prevails," I do not mean to say that this is a process of optimization; it resembles more a bifurcation in a chaotic dynamic. It follows that such a cradle of auton-omous action is forever lost to lived experience, since by definition, we can only inhabit a microidentity when it is already present, and not when it is in gestation. In other words, in the breakdown before the next microworld shows up, there are a myriad of possibilities available until, out of the constraints of the situation and the recurrence of history, a single one is selected. This fast dynamic is the neural correlate of the autonomous constitution of a cognitive agent at a given present moment of its life.


Walter J.Freeman
How Brains Make Up Their Mind

Phoenix 1999

brain - meaning - intentionality - behaviours - humans socialisation - awareness - consciousness - assimilation -"goal directed actions"
causality -
neurondynamics


Bewusstseinsforschung - CONSCIOUSNESS STUDIES

HUMPHREY NICHOLAS 
A HISTORY OF THE MIND
Chatto+Windus 1992 
Keywords: Mind- Body Problem - qualia - dualism
pg 97

Sentio, ergo sum - I feel, therefore I am


VARELA Francisco
Francisco Varela
Ethical Know-How
Action,Wisdom, and Cognition
Stanford University Press 1999

System-Theorie:


YATES
F. Eugene Yates
THE LOGIC OF LIFE
SELF-ORGANISSING SYSTEMS
 
Semiotik

HOFFMEYER JESPER 
SIGNS OF MEANING IN THE UNIVERSE

BLACKMORE SUSAN 
THE MEME AND I
New Scientist, 13 March 1999

EMMECHE Claus 
Defining Life as a Semiotic Phenomenon 
Cybernetics and Human Knowing  vol.5, Nr. 1  S.3 


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