MIND - GEIST - SPIRITUS


Der Organisationsprozeß lebender Systeme ist ein geistiger Prozess.

MIND:
FRITJOF CAPRA: SYSTEMDENKEN IN DER NATURWISENSCHAFT
in: Das Tabu der Gewalt

JAMES KENNEDY RUSSELL C.EBERHADT
SWARM INTELLIGENCE
Academic Press 2001
pg 3
In Mind and Nature, Bateson detailed what he considered to be criteria of mind, qualities that were necessary and sufficient for something to recall the mind:
1 A mind is an aggregate of interacting parts or components.
2 The interaction between parts of mind is triggered by difference. For instance, perception depends on changes in stimuli.
3 Mental process requires collateral energy.
4 Mental process requires circular (or more complex) chains of determination. The idea of reciprocal causation, or feedback, is very important one and is fundamental to mental processes.
5 In mental process, the effects of difference are to be regarded as transforms (i.e. coded versions) of the difference which preceded them. Effects are not the same as their causes; the map is not the same as the territory.

GREGORY BATESON
OEKOLOGIE DES GEISTES
Suhrkamp 1988
pg. 22
Keywords: Wissenschaft von Geist und Ordnung - daß ein sehr großer Teil der wissenschaftlichen Grundstruktur des neunzehnten Jahrhunderts unangemessen oder irrelevant für die Probleme und Phänomene war, mit denen es Biologen und Verhaltenswissenschaftler zu tun hatten - Kausalketten aufzuzeigen, die auf Kräfte und Einflüsse zurückgeführt werden konnten - Mathematik war überwiegend quantitativ, Betonung von Kräften und Einflüssen - Energie - psychische Energie -
Ursprungs von Ordnung - Die Gesetze der Erhaltung von Materie und Energie bleiben weiterhin getrennt von den Gesetzen der Ordnung, der negativen Entropie und der Information -
Ordnung wird als eine.Sache des Aussortierens und des Teilens gesehen. Aber der wesentliche Begriff bei allem Aussortieren ist, daß jeder Unterschied später einen anderen Unterschied verursachen soll. Wenn wir schwarze Bälle aus weißen aussortieren oder kleine aus großen, soll dem Unterschied zwischen den Bällen ein solcher in ihrer Lokalisierung folgen - die Bälle der einen Klasse in einen Sack, die der anderen in einen anderen. Für eine solche Operation brauchen wir etwas wie ein Sieb, eine Schwelle oder, par excellence, ein Sinnesorgan. Es ist daher verständlich, daß ein wahrnehmendes Einzelwesen erfunden wurde, um diese Funktion auszuüben, eine ansonsten unwahrscheinliche Ordnung zu schaffen. - Eng verknüpft mit dem Sortieren und Teilen ist das Geheimnis der Klassifizierung, dem später unter den aussergewöhnlichen menschlichen Leistungen das Benennen folgt.  - grundlegende Trennung zwischen den Problemen der materiellen Schöpfung und den Problemen von Ordnung und Differenzierung vor - Dichotomie von Form und Substanz - unbewußte Ableitung aus der Relation zwischen Subjekt und Prädikat in der Struktur der primitiven Sprache - geistige Prozesse, Ideen, Kommunikation, Organisation, Differenzierung, Muster und so weiter haben es eher mit Form als mit Substanz zu tun.

NICHOLAS HUMPHREY
A HISTORY OF THE MIND
Keywords: Mind- Body Problem - qualia - dualism
pg 97
Sentio, ergo sum - I feel, therefore I am

James Kennedy
Russell C.Eberhardt
SWARM INTELLIGENCE
Academic Press 2001
pg xiii
MIND
Mind is a term we use in the ordinary sense, which is of course not very well defined. Generally, mind is "that which thinks". The colloquial use of the concept of mind contains two aspects, phenomenological and psychological.
The phenomenological aspect of mind has to do with the conscious experience of thinking, what it is like to think, while the psychological aspect has to do with the function of thinking, the information processing that results in observable behaviour.
The connection between conscious experience and cognitive function is neither simple nor obvious. Because consciousness is not observable, falsifiable, or provable, and we're talking in this book about computer programs that simulate human behaviour, we mostly ignore the phenomenology of mind, except when it is relevant in explaining function. Sometimes the experience of being human makes it harder to perceive functional cognition objectively, and we feel responsible to note where first person subjectivity steers the folk psychologist away from a scientific view
.

BRAIN: Neuroscience - Computation - Digital Brains - Neurobiologie

Gerhard Roth Das Gehirn und seine Wirklichkeit
Kognitive Neurobiologie
Suhrkamp 1997

Wolf Singer
Der Beobachter im Gehirn

Essays zu Hirnforschung
Suhrkamp 2002
pg 34f
Die neuropsychologischen Befunde und vor allem die entwicklungsbiologischen Erkenntnisse belegen eindrucksvoll, daß mentale Funktionen aufs engste mit der Funktion der Nervennetze verbunden sind. Lässt sich doch bei der Erforschung der Hirnentwicklung Schritt für Schritt nachvollziehen, wie aus der Aggregation einfacher Grundbausteine der Materie zunehmend komplexere Strukturen entstehen und wie der jeweils erreichte Komplexitätsgrad des Systems mit der Komplexität der je erbrachten Leistung zusammenhängt. Die Entwicklung von Gehirnen stellt sich als stetig und im Rahmen der bekannten Naturgesetze erklärbar dar.

Peter Fuchs
Die Metapher des Systems
Velbrück Wissenschaft 2001
Seite 13
Vorwort: Im Moment, in dem das Bewusstsein tut, was es tut (nennen wir es sehr vorläufig: Erleben erleben der Beobachtung), wird seine Welt sozial formatiert. Es erlebt nicht seine Welt. (Obwohl es sie nur selbst erlebt. Es ist ausgefüllt mit der Welt der anderen, in der jeder anderer mit der Welt der anderen ausgefüllt ist). Schon in seiner Entstehung (sei es geno- oder phänotypisch) ist es strukturell gekoppelt an Sozialsysteme. Es ist nie etwas anderes gewesen als eben dies: konditionierte Koproduktion, ein Bewohner der Differenz, kein Objekt oder Subjekte mit Eigenschaften, sondern eher ein Un-jekt.
...Klar ist jedenfalls, dass die Systemtheorie mit einer Differenz startet, mit der von System und Umwelt, und: dass der Einheitsbegriff des Systems der Begriff dieser Differenz ist. Einfacher gesagt: das System lässt sich nicht aus seiner Umwelt herausgeben, es ist nicht isoliertbar. Es ist jenes Co, jenes Zugleich, jener Zweiheit, die sich nicht in zwei Einsen zerlegen lässt. (Diese Zweiheit ist, genau besehen, wiederum Dreiheit, also eine Verkürzung der Triade X - Grenze - Y. Das ließe sich ebensogut wieder auf die EINS der Grenze zuführen, die die Zweiheit auswirft und folglich eine Dreiheit etabliert.... dass das Eine ohne dass anderer nicht zu haben ist, ist geläufiger Topos.) Und im Augenblick, in dem man dieser Komplikation gewahr wird, zerfällt die cartesische Sprache. Mit ihr fallen auch die zweiwertigen logischen Mittel aus.


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