GREGORY BATESON
MIND AND NATURE

A NECESSARY UNITY

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Keywords: Theorien der biologischen Evolution im Licht der Kybernetik und der Informationstheorie zu überdenken - elementare Ideen der Erkenntnistheorie - elementare Ideen, die für die Evolution und für nahezu alles weitere biologische oder soziale Denken relevant waren - Erklärung von Begriffen wie Entropie, Sakrament, Syntax, Zahl, Quantität, Muster, lineare Relation, Name, Klasse, Relevanz, Energie, Redundanz, Kraft, Wahrscheinlichkeit, Teile, Ganzes, Information, Tautologie, Homologie, Masse (entweder im newtonschen oder im christlichen Sinne), Erklärung, Beschreibung, Regel der Dimensionen, logischer Typ, Metapher, Topologie und so weiter zu geben. Was sind Schmetterlinge? Was sind Seesterne? Was sind Schönheit und Hässlichkeit? - das »körperliche Universum«, das unsere Zeitungen für »real« halten, eine Art Nebenprodukt des wahrhaft Realen, nämlich der Formen und Ideen. Im Anfang war die Idee.- daß sowohl Evolution als auch Lernen denselben formalen Regelmäßigkeiten oder sogenannten Gesetzen unterliegen mußten -Es begann so auszusehen, als sei organisierte Materie - und ich weiß nichts über unorganisierte Materie, sofern es so etwas überhaupt gibt - selbst in einer so einfachen Menge von Relationen, wie sie in einer Dampfmaschine mit Regler besteht, weise und hochentwickelt, verglichen mit dem Bild der menschlichen Seele, das der orthodoxe Materialismus und ein Großteil der orthodoxen Religion gemeinhin zeichnete. - Vorstellung einer Grenzlinie zwischen der Welt des Lebendigen (wo Unterscheidungen getroffen werden und Unterschiede Ursachen sein können) und der Welt unbelebter Billardkugeln und Galaxien (wo Kräfte und Wirkungen die »Ursachen« von Ereignissen sind). - Muster, das verbindet - Welches Muster verbindet den Krebs mit dem Hummer und die Orchidee mit der Primel und all diese vier mit mir? Und mich mit Ihnen? Und uns alle sechs mit den Amöben in einer Richtung und mit dem eingeschüchterten Schizophrenen in einer anderen? Ich möchte Ihnen sagen, warum ich mein ganzes Leben lang Biologe war, was es ist, das ich immer versucht habe zu studieren. Welche Gedanken kann ich hinsichtlich der gesamten biologischen Welt, in der wir leben und unser Dasein fristen, mit anderen teilen? Wie ist diese Welt zusammengesetzt?

BATESON - MIND: zit in Kennedy/Eberhardt: Swarm intelligence pg3

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OEKOLOGIE DES GEISTES

BATESON-OE22
GREGORY BATESON
OEKOLOGIE DES GEISTES
Suhrkamp 1988
pg. 22
Keywords: Wissenschaft von Geist und Ordnung - daß ein sehr großer Teil der wissenschaftlichen Grundstruktur des neunzehnten Jahrhunderts unangemessen oder irrelevant für die Probleme und Phänomene war, mit denen es Biologen und Verhaltenswissenschaftler zu tun hatten - Kausalketten aufzuzeigen, die auf Kräfte und Einflüsse zurückgeführt werden konnten - Mathematik war überwiegend quantitativ, Betonung von Kräften und Einflüssen - Energie - psychische Energie -
Ursprungs von Ordnung - Die Gesetze der Erhaltung von Materie und Energie bleiben weiterhin getrennt von den Gesetzen der Ordnung, der negativen Entropie und der Information -
Ordnung wird als eine.Sache des Aussortierens und des Teilens gesehen. Aber der wesentliche Begriff bei allem Aussortieren ist, daß jeder Unterschied später einen anderen Unterschied verursachen soll. Wenn wir schwarze Bälle aus weißen aussortieren oder kleine aus großen, soll dem Unterschied zwischen den Bällen ein solcher in ihrer Lokalisierung folgen - die Bälle der einen Klasse in einen Sack, die der anderen in einen anderen. Für eine solche Operation brauchen wir etwas wie ein Sieb, eine Schwelle oder, par excellence, ein Sinnesorgan. Es ist daher verständlich, daß ein wahrnehmendes Einzelwesen erfunden wurde, um diese Funktion auszuüben, eine ansonsten unwahrscheinliche Ordnung zu schaffen. - Eng verknüpft mit dem Sortieren und Teilen ist das Geheimnis der Klassifizierung, dem später unter den aussergewöhnlichen menschlichen Leistungen das Benennen folgt.  - grundlegende Trennung zwischen den Problemen der materiellen Schöpfung und den Problemen von Ordnung und Differenzierung vor - Dichotomie von Form und Substanz - unbewußte Ableitung aus der Relation zwischen Subjekt und Prädikat in der Struktur der primitiven Sprache - geistige Prozesse, Ideen, Kommunikation, Organisation, Differenzierung, Muster und so weiter haben es eher mit Form als mit Substanz zu tun.

Gregory Bateson
Steps to an Ecology of Mind

Ballantine Books 1972
xv Introduction:
The Science of Mind and Order
bateson-ecology-478
478 Pathologies of Epistemology

478 Pathologies of Epistemology (PDF)

Angels Fear: Towards and Epistemology of the Sacred
Gregory Bateson
Mary Catherine Bateson

Bantam Books, November 1987
Bateson Angels Fear
This PDF was made by my friend Dirk Kuhlmann



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