Gregory BATESON 
MIND AND NATURE 

pg 9
...The underlying notion of a dividing line between the world of the living (where distinctions are drawn and difference can be a cause) and the world of nonliving billiard balls and galaxies (where forces and impacts are the causes  of events). These are the two worlds that Jung following the Gnostics calls creatura (the living) and pleroma (the nonliving). (C.G. JUNG: Septem Sermones ad Mortuos)
I was asking: What is the difference between the physical world of pleroma, where forces and impacts provide sufficient basis of explanation, and the creatura, where nothing can be understood until differences and distinctions are invoked? In my life, I have put the descriptions of sticks and stones and billiard balls and galaxies in one box, the pleroma, and have left them alone. In the other box, I put living things: crabs, people, problems of beauty, and problems of difference. The contents of the second box are the subject of this book. I was griping recently about the shortcomings of occidental education. It was in a letter to my fellow regents of the University of California, and the following phrase crept into my letter: "Break the pattern which connects the items of learning and you necessarily destroy all quality.
I offer you the phrase: "The  pattern which connects" as a synonym, another possible title for this book. 
 

... Natürlich war die Frage, die ich den Psychiatern gestellt hatte, die gleiche wie die für die Künstler: Gibt es eine biologische Spezies der Entropie? Beide Fragen betrafen die tiefer liegende Vorstellung einer Grenzlinie zwischen der Welt des Lebendigen (wo Unterscheidungen getroffen werden und Untetschiede Ursachen sein können) und der Welt unbelebter Billardkugeln und Galaxien (wo Kräfte und Wirkungen die »Ursachen« von Ereignissen sind).
Dies sind die beiden Welten, die Jung (im Anschluss an die Gnostiker) Creatura (das Lebendige) und  Pleroma (das Unbelebte) nennt. Ich fragte: Welches ist der Unterschied zwischen der physikalischen Welt der Pleroma, wo Kräfte und Wirkungen eine hinreichende Erklärungsgrundlage bilden, und der Creatura, wo man nichts verstehen kann, ohne Unterschiede und Unterscheidungen heranzuziehen? In meinem Leben habe ich die Beschreibungen von Stöcken, Steinen und Billardkugeln in eine Kiste, die Pleroma, gesteckt und sie dort liegen gelassen. In die andere Kiste steckte ich die Lebewesen: Krebse, Menschen, Probleme der Schönheit und Probleme des Unterschiedes. Der Inhalt der zweiten Kiste ist Gegenstand dieses Buchs. Kürzlich habe ich mich über die Unzulänglichkeiten der abendländischen Erziehung ereifert. Das war in einem Brief an meine Mitarbeiter an der University of California, und der folgende Satz schlich sich in meinen Brief ein: 
Brich das Muster auf, das die Lerninhalte verbindet, und du zerstörst notwendigerweise alle Qualität". Ich biete Ihnen den Ausdruck das Muster, das verbindet als ein Synonym, als einen anderen möglichen Titel dieses Buchs an."Das Muster, das verbindet". 
 
Gregory Bateson

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